...und manchmal
...und manchmal spielt das Leben einfach an dir vorbei. Diese konsequente Nichtbeachtung gibt dir einen kurzen Aufenthalt. Neben sich stehend beobachtet man Geschehnisse nicht fassbar für den im Schützengraben versunkenen Geist, sammelt Kraft und geht in die nächste Runde. Der Regen hilft bei der stillen Einkehr im lauten Rahmen - Monotonie als Zugang zum Geist.
...und manchmal stehst du mitten im Leben und kriegst die volle Dröhnung. Durch die konsequente Beachtung jedes Details steigert sich deine Lebendigkeit beständig. Als Auslöser von fassbaren Ereignissen über das Schlachtfeld gerannt und deine Welt erobert. Der Kampf gegen die Müdigkeit lässt alle anderen Konflikte harmlos aussehen - Krampf gegen den eigenen Geist.
...und manchmal ist die Verzweiflung nahe, weil du mehr erkennst als du ertragen kannst. Was ist dein Leben schon? Ein verzweifelter Aufschrei nach Aufmerksamkeit, nach Geltung, nach Erinnerung. Ein kurzes Flackern von Licht in der absoluten Helligkeit des grell scheinenden Lebens. Hat überhaupt irgendetwas einen Sinn?

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